Individualistentour
 
30. Aug. - 1. Sept. 2019

Das Verwall ist eine Gebirgsgruppe der zentralen Ostalpen in Österreich. Sie befindet sich in den Bundesländern Vorarlberg und Tirol, zwischen Bludenz und Landeck. Neben einer Vielzahl schön gelegener und gut geführter Alpenvereinshütten sind hier auch viele markierte Höhenwege vorhanden, die wohl mit zu den schönsten in den Alpen überhaupt zählen. Und genau durch diese Landschaft ging die diesjährige Wandertour zur Heilbronner Hütte auf 2.320 Höhenmetern.

Nach einer 3 stündigen Autofahrt, die zum Schluss an der serpentinenreichen Silvretta-Hochalpenstraße mit 34 Kehren an den eindrucksvollen Vermunt- und Silvrettastauseen entlang führte und schließlich beim Stausee Kops endete, ging die Wanderung mit bester Laune und herrlichstem Kaiserwetter los. Den ersten Zwischenstopp legte die Gruppe von 14 Individualisten erst nach einem 2 Stündigen Marsch bei der Verbellaalpe ein und gestärkt mit frischer Buttermilch ging die Reise weiter. Vorbei an vielen Fahrradfahrern, grasenden Kühen und sonnenbadenden Murmeltieren und stets am Bach entlang, stiegen die Wanderfreunde  Höhenmeter um Höhenmeter empor. Dabei hatten es die letzten 500 m der Strecke mit ca. 150 Höhenmetern Aufstieg besonders in sich. Auf der Heilbronner Hütte angekommen, war der Empfang dann umso herzlicher und der Blick ins Tal noch atemberaubender. Nach dem der Durst gestillt war, wurde der Abend mit einem gemeinsamen Essen gekrönt.

 

 

Am nächsten Morgen ging es dann, nach einem sättigenden Bergsteigerfrühstück, zum Erklimmen der westlichen Fluhspitze (2.653m) los. Bleibend auf gleicher Höher kam die Gruppe nach ca. 1 Stunde zum brüllenden See, der in seiner ganzen strahlenden Ruhe auf eine Rast zum Kräftesammeln einlud. Auf gut sichtbaren Trittspuren, die mit kunstvoll aufgestellt Steinmandln markiert waren, verlief der Weg nun entlang des Gipfelgrates. Der zwei stündige Aufstieg hat sich aber gelohnt, denn angekommen an der Spitze, erbot sich bei bestem Wetter ein atemberaubender Anblick auf die faszinierende Berglandschaft. Die ganz mutigen wagten zuletzt die leichte Kletterei zum Gipfelkreuz und wurden sogar mit einem Rundumblick belohnt.

Als endgültiger Höhepunkt der Wanderung war die Begegnung mit einer Gruppe von Steinböcken, die aus unmittelbarer Nähe sich fürs Vorbeischauen bedankt und einen angenehmen Abstieg gewünscht hat. Nach dem kräfteraubenden Aufstieg ging es dann zurück zur Heilbronner Hütte, wo die Gruppe in kameradschaftlicher Atmosphäre und bei gutem Essen sich über die erlebten  Eindrücke bis zur Bettruhe austauschen konnte. Am nächsten Morgen war der Abstieg dann umso einfacher, denn es ging nur noch bergab. Angekommen beim Ausgangspunkt der Tour und bei den wartenden Fahrzeugen, trat die Gruppe die Heimfahrt an.

 

 ©Alexander Mack

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